• Felizitas Eglof

Peter Mayer, Productsquads Family: Von der Idee zum digitalen Produkt

Ab heute wollen wir euch regelmäßig ein Mitglied der Productsquads Family vorstellen, unserem Invite-Only Tech Netzwerk. Den Anfang macht Peter Mayer.



Ich helfe Teams von einer Idee zum Produkt zu kommen - aber ich versuche auch Unternehmen zu helfen, neue Kunden oder Mitarbeiter zu gewinnen.

Peter kommt aus dem Interim Produktmanagement und hilft dabei, eine gewisse Veränderung zu erreichen - egal ob bei Start-Ups oder bei Unternehmen.

Doch wie erreicht man am besten Veränderungen und welche Rolle spielt dabei der Produktmanager?


VALIDIERUNG ✅

Schnelligkeit im Produkt hat primär mit der Anpassung an die Kundenbedürfnisse zu tun: "Wenn ich es nicht schaffe den Nutzen zum Kunden zu transportieren, zur richtigen Zeit und mit dem gewünschten Geschäftsmodell, dann habe ich ein Problem."


Deswegen muss ein Team sein Produkt immer und immer wieder validieren.

Wer glaub, dass er nach ein paar Validierungen sein Produkt validiert hat, und nur noch Execution muss, der denkt falsch.

Wichtig ist, dass sich Teammitglieder stetig um die Validierung kümmern. Dabei übernimmt das Produktmanagement die Verantwortung das zu bauen, was der Kunde haben möchte.


Es lohnt sich in zweierlei Hinsicht Validierung vorzunehmen:

  1. Vor der Implementierung Validierung des Marktes und des Kundenbedürfnis

  2. Nachdem das Produkt/Feature im Markt ist Haben wir den Vor-validierten Wert geliefert und wird er auch genutzt?


Peter skizziert diesen Zusammenhang an einem Beispiel:


Wenn ich eine App mit 100 Features habe, aber kein Feature jemals rausgeflogen ist, also die App immer nur größer und mächtiger geworden ist, ist es für mich als Kunde kein übersichtliches, zeitgemäßes Tool.

Doch um herauszufinden, welche Features gebraucht werden, und welche nicht, ist Kommunikation gefragt:

"Dinge werden erst dann real, wenn man sie tatsächlich ausliefert; also wenn ich nur schnell entwickeln kann aber nicht zum Kunde ausliefere, bringt mir das nichts."

Denn wer seine Kunden das Produkt nutzen lässt und anhand dieser Nutzung lernt, hat einen großen Vorteil - ganz nach dem Motto:


No user, no party! 🎉



Doch wie setzt man Validierung erfolgreich um? Das steht und fällt mit dem TEAM.


TEAMS 🤝

"Im Produktmanagement wird zu oft Top-Down gearbeitet. Das ergibt frustrierte Entwickler, Produktler die sich ständig beweisen möchten und beide stehen sich gegenseitig im Weg."

Die Lösung liegt zum einen im Zusammenhalt, aber auch in einer transparenten Kommunikation, gewissen Rahmenbedingungen und der bereits genannten Kundenkommunikation:


🕘 Räume für Interaktion schaffen

Interaktionen sind KEY. Doch um Interaktionen zu ermöglichen muss man dafür Räume erschaffen, wie ein Daily.

"Wenn ich nicht jeden Tag 10 Minuten investiere, in denen man sich austauscht, weiß keiner wo der andere steht."


Durch diese täglichen Strukturen fällt der Abstimmungsaufwand für Termine weg und senkt so die Hürde für den regelmäßigen Austausch.


🍻 Arbeitsfreie Räume

Damit ein Team aber gemeinsam Lösungen finden kann, muss es sich auch auf privater Ebene kennen lernen.


"Das Team muss auch mal zusammen am Tisch sitzen, sich richtig kennen lernen. Dabei findet man heraus welchen Humor seine Kollegen haben und merkt was das Team eigentlich verbindet - und sei es Anfangs nur der gleiche Kaffeegeschmack."


Nur wenn auch die private Ebene stimmt, können Teams kreative Lösungen zusammen finden und ausarbeiten.


Ich gehe nicht wegen der Arbeit ins Büro sondern wegen dem Kaffee den ich mit meinen Kollegen trinke.

👓Transparenz

Transparenz und gleiche Informationsstände sind wichtig, damit du als Team in die gleiche Richtung laufen kannst, ohne politische Nebengeplänkel.

Damit auch der Fortschritt der Produktvalidierung transparent im Team geteilt werden kann, kann man Beispielsweise einen Experiment Tracker nutzen, wo gemeinsame Annahmen, Experimente und Ergebnisse festgehalten werden ( https://www.digitale-leute.de/interview/experiment-tracker-xing-thomas-glaeser/ )





❤️ Team-Kunden-Bindung

Und zum Schluss geht es vor allem darum, Teammitglieder aktiv in die Produktentstehung einzubinden. Es gibt hier vor allem Nachholbedarf bei der Einbindung der Entwickler*innen:

Gib dem Entwickler erste Hand Feedback mit einem Kunden, nehme ihn mit in ein Kundengespräch, zeige ihm wer der Kunde ist und was er will. Dann gibt es auch keine Diskussionen und er weiß genau, was von ihm verlangt wird.

Doch das gilt nicht nur für die Entwickler*innen, sondern für das ganze Team. Die Kommunikation muss stimmen und Produktmanager müssen ihr Team auch informieren.


"Wenn ich kein Feedback gebe, dann haben die Menschen gar nicht die Möglichkeit, mitzudenken und mitzumachen. Erst wenn sie das Problem kennen und verstehen, können sie das Problem auch lösen."


Danke Peter 👏


Peter ist Teil der Productsquads Family, unserem Invite-Only Experten Netzwerk für Tech, Product & Design.


Wenn du mit Menschen wie Peter in einem echten Team arbeiten möchtest ⬇️



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